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Südkorea 7-Tage-Reiseroute: Seoul, Gyeongju & Busan

Neonlichter in Seoul bei Nacht, jahrtausendealte Tempel in Gyeongju am Tag und Busans Märkte — diese 7-tägige Südkorea-Route deckt die wesentlichen Kontraste des Landes für Erstbesucher ab.

Überblick

Südkorea bietet eine Kombination von Erlebnissen, die es sonst nirgendwo in Asien gibt: eine der digital vernetztesten und modernsten Metropolen der Welt (Seoul), außergewöhnlich gut erhaltene antike Dynastiehauptstädte (Gyeongju), eine dramatische Küstenlandschaft (Busan) und eine Esskultur, die inzwischen weltweit prägend ist. Sieben Tage reichen für eine echte Rundreise von Seoul im Süden bis nach Busan, bei der man die wesentlichen Gegensätze des Landes erlebt.

Am besten geeignet für: Korea-Erstbesucher, Feinschmecker, K-Culture-Fans, Geschichtsinteressierte Budget: 80–180 €/Tag (Unterkunft, Verpflegung, Transport, Aktivitäten) Beste Reisezeit: April (Kirschblüte), Oktober (Herbstlaub), Mai–Juni und September (mild, weniger überlaufen)


Tag 1–3: Seoul

Tag 1 — Geschichte und Paläste: Beginnen Sie am Gyeongbokgung-Palast (der größte und beeindruckendste der fünf königlichen Paläste Seouls, erbaut 1395), wenn er um 9 Uhr öffnet. Gehen Sie nach Norden zum Bukchon Hanok Village — einem Viertel mit erhaltenen traditionellen koreanischen Häusern (Hanok) in Hügelgassen, das im Morgenlicht besonders schön ist. Spazieren Sie südwärts durch Insadong (Kunstgalerien- und Kunsthandwerksstraße) zum Mittagessen.

Nachmittags: Gwangjang Market — Seouls ältester traditioneller Markt, berühmt für seine Straßenessen-Gasse (Bindaetteok-Mungbohnenpfannkuchen, Gimbap, Mayak-Gimbap, Yukhoe rohes Rindfleisch). Eines der großartigsten Markterlebnisse Asiens.

Abends: Myeongdong für Street Food und Shopping, oder ein Spaziergang am Cheonggyecheon-Fluss.

Tag 2 — Das moderne Seoul: Namsan Tower (Seilbahn oder 20-minütiger Fußweg von Myeongdong, außergewöhnliche Ausblicke über die Stadt und den Han-Fluss). Der Bukhansan-Nationalpark liegt innerhalb der Stadtgrenzen (U-Bahn bis Gupabal oder Dobongsan, 30 Minuten Fußweg zu den Wanderwegen) — Granitgipfel, die direkt aus dem urbanen Gefüge aufragen, mit hervorragenden Wandermöglichkeiten nur 30 Minuten von der Innenstadt entfernt.

Nachmittags: Han-Fluss-Parks — leihen Sie sich ein Fahrrad und radeln Sie entlang eines der Han-Fluss-Parks (Yeouido oder Banpo), dem wichtigsten Grünraum und sozialen Treffpunkt der Stadt am Wochenende.

Abends: Hongdae — das Universitätsviertel und Seouls lebendigstes Nachtleben, mit Straßenmusikern, spätnächtlichen Pojangmacha (Street-Food-Zelten) und einer dichten Ansammlung von Clubs und Bars.

Tag 3 — DMZ und K-Culture: DMZ-Tour (entmilitarisierte Zone) — die am stärksten militarisierte Grenze der Welt, 50 km nördlich von Seoul. Mehrere Anbieter organisieren Halb- und Ganztagestouren (50–80 €/Person), einschließlich der Joint Security Area (Panmunjom), wo nord- und südkoreanische Soldaten nur wenige Meter voneinander entfernt stehen, sowie der Aussichtsplattformen mit Blick nach Nordkorea. 2–3 Wochen im Voraus buchen (Reisepass erforderlich).

Alternative für Tag 3: Gangnam (K-Pop, SMTOWN-Entertainment-Komplexe, Apgujeong Rodeo Street für koreanische Luxusmarken) und die Aussichtsplattform des Lotte World Tower.


Tag 4: Gyeongju — Die antike Hauptstadt

Nehmen Sie den KTX-Hochgeschwindigkeitszug von Seoul nach Gyeongju (2,5 Stunden, 25–35 €) oder zum Bahnhof Singyeongju.

Gyeongju war fast 1.000 Jahre lang die Hauptstadt des Silla-Königreichs (57 v. Chr. – 935 n. Chr.) und wird manchmal als “Museum ohne Mauern” bezeichnet — UNESCO-Weltkulturerbestätten, antike Königsgräber, buddhistische Tempel und Ruinen erstrecken sich über die Stadt und das umliegende Land.

Tumuli Park — riesige, mit Gras bewachsene Grabhügel der Silla-Könige im Stadtzentrum; mehrere besitzen Innenkammern, die für Besucher zugänglich sind.

Bulguksa-Tempel (15 km vom Stadtzentrum, mit Bus oder Taxi erreichbar) — wohl der schönste buddhistische Tempelkomplex Koreas, mit mehreren erhaltenen Gebäuden und Pagoden aus der Silla-Zeit, UNESCO-gelistet. In der angrenzenden Seokguram-Grotte (30 Minuten bergauf) befindet sich ein bemerkenswerter steinerner Buddha aus dem 8. Jahrhundert in einer meditativen unterirdischen Kammer.

Abends: Übernachtung in Gyeongju — eine kleine Stadt mit mehreren ausgezeichneten traditionellen koreanischen Restaurants nahe der Ginkgo-Allee von Poseokjeong.


Tag 5–6: Busan — Koreas Stadt am Meer

Nehmen Sie den KTX von Gyeongju (bzw. Singyeongju) nach Busan (30 Minuten). Busan ist Koreas zweitgrößte Stadt und wichtigster Hafen — mit einer ganz anderen Energie als Seoul: entspannter, maritimer, stärker auf gutes Essen fokussiert.

Tag 5 — Märkte und Kultur: Jagalchi Market — Koreas größter Fischmarkt und einer der eindrucksvollsten Asiens; im Erdgeschoss werden lebende Meerestiere verkauft (Oktopus, Seegurke, Krabbe, praktisch alles Denkbare), im ersten Stock kochen Restaurants, was man sich unten ausgesucht hat. Der Vormittag ist die stimmungsvollste Zeit für einen Besuch.

Gamcheon Culture Village — eine ursprünglich für Flüchtlinge des Koreakriegs errichtete Hügelsiedlung, heute ein Kunstdorf mit bunt bemalten Häusern, Wandbildern und kleinen Galerien. Hervorragend zum Fotografieren.

BIFF Square (Viertel des Busan International Film Festival) und der angrenzende Gukje Market für Street Food und Vintage-Waren.

Tag 6 — Strände und Tempel: Haedong Yonggungsa Tempel — ein buddhistischer Küstentempel, der direkt auf Meeresklippen nördlich von Busan errichtet wurde und durch seine dramatische Lage am Meer einzigartig in Korea ist. Am besten am Vormittag zu besuchen, wenn das Licht auf die Pagoden über dem Meer fällt.

Haeundae Beach — Busans berühmtester und breitester Strand, hinter dem sich eine moderne Hotelzeile erstreckt. Im Sommer ist er extrem überlaufen, im Frühling und Herbst dagegen angenehm. Die benachbarte Dongbaekseom-Insel (über eine Promenade erreichbar) ist eine kiefernbewaldete Halbinsel mit Meerblick.

Gwangalli Beach — die lokalere Alternative zu Haeundae, berühmt für die Gwangan-Brücke (eine 7,4 km lange Schrägseilbrücke, die nachts beleuchtet wird) sowie die Craft-Beer-Bars und Restaurants mit Blick auf die Brücke.


Tag 7: Rückkehr nach Seoul zur Abreise

KTX von Busan nach Seoul (2 Std. 40 Min., 50–60 €). Ankunft mit genug Zeit für ein letztes Essen in Seoul — etwa auf dem Noryangjin Fish Market (nahe einer Seoul-U-Bahn-Station, eine lokalere Version des Jagalchi Market) oder für einen letzten Abend im Viertel Itaewon (Seouls internationalstes Viertel, inzwischen nach der Massenpanik von 2022 wieder aufgebaut, mit hervorragender, vielfältiger Gastronomie).

Abreise vom Incheon International Airport (Seoul, 60 km westlich — 45 Minuten mit dem Flughafenexpress ab Seoul Station).


Praktische Tipps

Fortbewegung: Der Korea Train eXpress (KTX) ist schnell und günstig (Seoul–Busan in 2 Std. 40 Min. für 50 €). Seouls U-Bahn-System zählt zu den besten der Welt (T-money-Karte, funktioniert für alle öffentlichen Verkehrsmittel). Taxis sind preiswert, und immer mehr Fahrer nutzen Übersetzungs-Apps.

Kulinarische Highlights: Bulgogi (mariniertes gegrilltes Rindfleisch), Bibimbap (Reisschale), Japchae (Glasnudeln), Sundubu Jjigae (weicher Tofu-Eintopf), Galbi (kurze Rippen), koreanisches Brathähnchen und die ganze Bandbreite an Banchan (kleinen Beilagen). Günstige Mahlzeiten ab 3–6 €; gehobenere Restaurants 10–20 €.

K-Pop und Unterhaltung: Die Entertainment-Unternehmen SM, YG, HYBE und JYP bieten in Seoul alle Fan-Erlebnisse und kleine Museen. Wer sich für bestimmte Idol-Gruppen interessiert, sollte die Konzerttermine frühzeitig prüfen — koreanische Popkonzerte sind Großereignisse mit erheblicher internationaler Nachfrage.

Konnektivität: Koreanische SIM-Karten und Pocket-WLAN sind am Flughafen Incheon erhältlich; die Datenverbindung ist schnell und günstig. Die meisten U-Bahn-Stationen und Einkaufsviertel bieten kostenloses WLAN. Naver Maps (Koreanisch) und Kakao Maps sind für koreanische Adressen genauer als Google Maps.

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