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Balkan Roadtrip: 14 Tage von Ljubljana bis Athen

Sloweniens Bleder See, Kroatiens dalmatinische Küste, Bosniens Mostar-Brücke, Albaniens Riviera und der Einstieg nach Griechenland — der vollständige Zwei-Wochen-Balkan-Roadtrip für 2026.

Überblick

Der Balkan gehört zu den faszinierendsten Roadtrip-Routen Europas: von den Alpenlandschaften Sloweniens über die adriatische Küste, durch die osmanisch-byzantinisch geprägten Städte Bosniens und Albaniens bis in die antiken Landschaften Griechenlands. Die folgende Route umfasst die Höhepunkte in 14 Tagen — wer mehr Zeit mitbringt, genießt ein entspannteres Reisetempo.

Ideal für: Kultur- und Geschichtsreisende, Roadtrip-Fans, alle, die erschwinglich durch Europa reisen möchten Budget: 80–150 €/Tag (Unterkunft, Essen, Kraftstoff, Aktivitäten) Beste Reisezeit: Mai–Juni und September–Oktober (angenehmes Wetter, weniger Andrang als im Hochsommer) Auto notwendig: Ja — öffentliche Verkehrsverbindungen zwischen den Ländern sind begrenzt


Tag 1–2: Ljubljana und Bleder See, Slowenien

Tag 1 — Ljubljana: Sloweniens Hauptstadt ist eine der kleinsten und fußgängerfreundlichsten Metropolen Europas. Ein Spaziergang durch die Altstadt mit der von Plečnik entworfenen Dreifachbrücke, der Café-Promenade entlang der Ljubljanica und einer Fahrt mit der Standseilbahn zur Burg reicht für 3–4 Stunden.

Tag 2 — Bleder See: 55 km nordwestlich liegt der Bleder See (ca. 1 Stunde Fahrt). Morgens: Ruderboot zur Insel mit der Wunschglocke oder Umrundung des Sees (6 km). Nachmittags: Vintgar-Schlucht (2 km Waldweg durch eine dramatische Felsschlucht, 10 € Eintritt) oder Wanderung zur Burg Bled. Wer Zeit hat, fährt zum ruhigeren Wocheiner See (25 km westlich).


Tag 3–5: Kroatien — Plitvicer Seen und Dalmatien

Tag 3 — Plitvicer Seen: 3 Stunden Fahrt südlich von Bled ins Nationalpark-Gebiet. Die 16 miteinander verbundenen Seen und über 90 Wasserfälle des UNESCO-Weltnaturerbes begeistern mit türkisblauem Wasser. Eintritt ca. 25 €, Tickets unbedingt online im Voraus buchen.

Tag 4 — Split: Weitere 3 Stunden Fahrt nach Split, wo der Diokletianspalast — ein frühchristliches Kaiserpalast aus dem 4. Jahrhundert — heute ein lebendiges Stadtviertel mit 3.000 Bewohnern ist. Das Mausoleum des Kaisers dient heute als Kathedrale.

Tag 5 — Inselhopping: Tagestrip per Fähre zu Hvar (Lavendelfelder, Party-Szene), Vis (ruhigste und schönste Insel) oder Brač mit dem berühmten Kiesstrand Zlatni Rat.


Tag 6–7: Dubrovnik

Die Fahrt entlang der Adria-Küstenstraße nach Dubrovnik (3 Stunden) ist bereits ein Erlebnis.

Tag 6: Der Rundgang auf den Stadtmauern (2 km, ca. 35 €) bietet die besten Ausblicke auf die mittelalterliche Stadt mit ihren roten Ziegeldächern — unbedingt früh starten, ab 10 Uhr ist es sehr voll.

Tag 7: Ausflug zur Insel Lokrum (Pfauen, ein Salzsee zum Baden) oder ins ruhigere Cavtat südlich der Stadt.


Tag 8–9: Mostar und Sarajevo, Bosnien

Tag 8 — Mostar: Die Stari Most (Alte Brücke) von 1566 wurde im Bosnienkrieg 1993 zerstört und mit originalem Steinmaterial wiederaufgebaut — heute UNESCO-Weltkulturerbe und Symbol des Wiederaufbaus. Lokale Springer springen im Sommer von der 21 m hohen Brücke.

Tag 9 — Sarajevo: Das osmanische Basar-Viertel Baščaršija, der Ort der Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand 1914 (Auslöser des Ersten Weltkriegs), das Tunnelmuseum — Sarajevo ist eine der geschichtsträchtigsten Städte Europas.


Tag 10–11: Albanien

Tag 10 — Shkodër: Nordalbaniens Tor mit der imposanten Rozafa-Burg. Wer Zeit hat, fährt in die Verfluchten Berge (Bjeshkët e Nemuna) — eines der dramatischsten Hochgebirge Europas.

Tag 11 — Tirana oder Albanische Riviera: In Tirana lohnt das Blloku-Viertel und das Nationalhistorische Museum. Alternativ direkt zur Albanischen Riviera: Dhërmi, Himara und Sarandë bieten türkisfarbenes Meer zu Preisen, die deutlich unter denen Kroatiens liegen.


Tag 12–14: Griechenland

Tag 12–13 — Meteora oder Delphi: Die Felsenklöster von Meteora (3 Stunden von der albanisch-griechischen Grenze) thronend auf senkrechten Felsformationen gehören zu den beeindruckendsten religiösen Landschaften der Welt. Alternativ: Ioannina und die Orakelstätte Delphi.

Tag 14 — Athen oder Heimflug: Entweder weiter nach Athen (5 Stunden) oder Heimflug vom Flughafen Thessaloniki (2 Stunden von Meteora).


Praktische Hinweise

Visa: Slowenien und Kroatien sind Schengen-Mitglieder; für Bosnien, Albanien und Nordmazedonien gelten eigene Einreiseregeln — für EU/EEA-Bürger in der Regel kein Visum erforderlich. Aktuelle Anforderungen vor der Reise prüfen.

Währungen: Euro (Slowenien, Kroatien, Griechenland), Konvertible Mark (Bosnien), Lek (Albanien). Bargeld für Bosnien und Albanien empfohlen, Kartenakzeptanz ist begrenzt.

Straßen: Slowenien und Kroatien haben hervorragende Autobahnen. Albaniens Hauptstraßen sind gut, Bergstraßen anspruchsvoll. Bosnia variiert stark. Internationaler Führerschein empfehlenswert bei nicht-lateinischer Schrift.

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